Berühmte Windmühlen von Mykonos mit Yacht im Vordergrund

Griechenland

Griechenland zählt zu den klassischen Segelrevieren des Mittelmeers – tausende Inseln, antike Stätten, lebhafte Hafentavernen und für jeden Anspruch das passende Revier, vom ruhigen Ionischen Meer bis zu den windreichen Kykladen. Diese Seite gibt einen Überblick über die Regionen, die beste Reisezeit und alles Praktische rund um den Charter..

Von den grünen Ionischen Inseln im Westen über den Saronischen Golf vor Athen bis zu den Kykladen und dem Dodekanes in der Ägäis: Griechenland vereint auf engem Raum eine Vielfalt an Segelrevieren, die ihresgleichen sucht. Mit mehreren tausend Inseln, einer langen Saison und einer dichten Charterinfrastruktur ist es für viele Crews das Sehnsuchtsrevier schlechthin – für Einsteiger und Familien ebenso wie für erfahrene Segler.

Diese Seite bündelt das Wichtigste über das Land als Segelrevier und verweist auf die weiterführenden Detailseiten zu den einzelnen Regionen.

Griechenland als Segelrevier auf einen Blick

  • Inseln: mehrere tausend Inseln und Felsen, verteilt auf mehrere Regionen im Ionischen und Ägäischen Meer
  • Regionen: Ionische Inseln, Saronischer Golf, Kykladen, Dodekanes und Sporaden
  • Charakter: von grünen, geschützten Einsteiger-Revieren bis zu weiten, windreichen Ägäis-Törns; Häfen oft mitten im Ort
  • Wind: im Ionischen Meer moderater Nordwestwind; in der Ägäis im Hochsommer der kräftige Meltemi aus Nord
  • Beste Reisezeit: Mai, Juni, September und Oktober mit weniger Touristen; Juli/August für lebendige Atmosphäre und warmes Wasser
  • Währung: Euro; Griechenland ist EU- und Schengen-Mitglied
  • Anreise: internationale Flughäfen u. a. in Athen, Korfu, Preveza, Kos, Rhodos und Skiathos, meist nah an den Charterbasen
Grieschisches Restaurant an der Hafenmauer mit Yacht vor Anker

Warum Griechenland zum Segeln?

Der größte Reiz Griechenlands ist seine Vielfalt. Kaum ein anderes Land bietet so unterschiedliche Reviere unter einer Flagge: Wer geschützte Gewässer, kurze Etappen und moderate Winde sucht, findet sie im Ionischen Meer oder im Saronischen Golf. Wer sportliches Segeln über offene See mit kräftigem Wind will, ist in den Kykladen oder im Dodekanes richtig. So passt für jede Crew und jedes Erfahrungslevel ein Revier.

Dazu kommt die einzigartige Mischung aus Natur und Kultur. An einem Tag ankert man in einer einsamen Bucht mit kristallklarem Wasser, am nächsten liegt man mitten in einem lebhaften Hafenort, spaziert zu einer antiken Stätte oder sitzt abends in einer Taverne direkt an der Kaimauer. Diese Nähe von Boot, Ort und Geschichte ist typisch griechisch – und für viele der Grund, immer wieder zurückzukehren.

Ein praktischer Hinweis zur Infrastruktur: In Griechenland gibt es mehr einfache Stadt- und Inselhäfen als ausgebaute Marinas. Das hält die Liegekosten oft niedrig und bringt einen mitten ins Ortsleben, bedeutet aber auch, dass Landstrom und Sanitäranlagen nicht überall vorhanden oder nur einfach sind. Wer das einkalkuliert, erlebt gerade darin den ursprünglichen Charme des Reviers.

Die Segelregionen Griechenlands

Griechenland lässt sich in fünf klassische Segelreviere gliedern. Jedes hat seinen eigenen Charakter – von den grünen Ionischen Inseln bis zu den kargen, windreichen Kykladen. Ausführliche Revierbeschreibungen bieten die jeweiligen Regionsseiten:

Katamaran ankert in einer einsamen Bucht in Korfu in türkisblauem Wasser

Ionische Inseln

Das grünste Revier Griechenlands, westlich des Festlands rund um Korfu, Lefkas, Kefalonia und Zakynthos. Moderate Winde, kurze Distanzen und geschützte Gewässer machen es zum idealen Einsteiger- und Familienrevier. Charterbasen liegen vor allem auf Korfu, in Lefkas und Preveza.


Saronischer Golf

Direkt vor Athen gelegen, mit den grünen Inseln Ägina, Poros, Hydra und Spetses. Kurze Etappen und eine gute Erreichbarkeit machen den Golf zum perfekten Einstieg – besonders in Vor- und Nachsaison, während es im Hochsommer wegen der Nähe zur Hauptstadt voll werden kann. Basen liegen rund um Athen und in Lavrion.

Hafenpromenade mit Yachten auf der Insel Poros

Blick auf typische Häuser auf Insel Siros in den Kykladen

Kykladen

Das ikonische Ägäis-Revier mit Inseln wie Paros, Naxos, Mykonos und Santorin. Weiße Dörfer, weite Törns und der kräftige Meltemi machen es zum anspruchsvollen Revier für erfahrene Crews. Basen liegen unter anderem auf Paros und in Lavrion.


Dodekanes

Die Inselgruppe im Südosten, dicht vor der türkischen Küste, mit Rhodos, Kos, Patmos, Leros und Kalymnos. Antike Geschichte, orientalisches Flair und ebenfalls kräftiger Meltemi prägen das Revier. Basen liegen auf Kos, Rhodos und Samos.


Bucht im Ort Votsi auf der Insel Alonissos in den Sporaden

Sporaden

Das grüne, waldreiche Revier nördlich der Ägäis mit Skiathos, Skopelos und Alonnisos. Ruhiger und weniger überlaufen als die Kykladen, mit einem großen Meeresschutzgebiet rund um Alonnisos. Moderatere Winde machen es zum angenehmen Naturrevier. Basen liegen auf Skiathos und in Volos.

Praktisches für die Charter

Die folgenden Punkte geben einen ersten Überblick über die häufigsten Fragen rund um einen Charter in Griechenland. Sie sind sorgfältig recherchiert, aber ohne Gewähr: Vorschriften, Scheinanforderungen und Gebühren können sich jederzeit ändern, und für die Einhaltung der jeweils gültigen Bestimmungen ist der Skipper bzw. die Crew selbst verantwortlich. Verbindliche Auskünfte für den konkreten Törn lassen sich am besten direkt bei der Buchung klären.

Wind und beste Reisezeit

Die Windverhältnisse unterscheiden sich stark zwischen West und Ost. Im Ionischen Meer weht im Sommer ein moderater Nordwestwind (der Maestro), meist um 3–4 Beaufort, der sich am Nachmittag aufbaut – angenehm berechenbar und einsteigerfreundlich. In der Ägäis dagegen prägt der Meltemi das Segeln: ein kräftiger, oft mehrere Tage konstant wehender Nordwind, der im Hochsommer (Juli/August) in den Kykladen und im Dodekanes Stärken erreichen kann, die erfahrene Crews verlangen. Der Saronische Golf und die Sporaden liegen dazwischen – meist moderater als die offene Ägäis.

Die Saison reicht von April bis Oktober. Mai, Juni, September und Oktober bieten weniger Touristen und angenehme Temperaturen; das Wasser ist im Frühjahr noch kühl, im Herbst angenehm warm. Juli und August sind Hochsaison mit dem wärmsten Wasser und der lebhaftesten Atmosphäre, dafür vollen Häfen und – in der Ägäis – dem kräftigsten Meltemi. Für entspanntes Segeln in den anspruchsvolleren Revieren sind die Schultermonate daher besonders zu empfehlen.


Führerschein und Funkzeugnis

Für das Chartern einer Yacht in Griechenland benötigen Skipper und Co-Skipper einen anerkannten Befähigungsnachweis. Üblich sind der Sportküstenschifferschein (SKS) oder der Sportbootführerschein See (SBF See); für internationale Crews wird auch das International Certificate of Competence (ICC) anerkannt. Die Erfahrung des Co-Skippers kann teils auch durch nachgewiesene Segelpraxis belegt werden. Ein Funkzeugnis wird empfohlen und von manchen Vercharterern verlangt. Wichtig: Originaldokumente mitführen, nicht nur Kopien. Die genannten deutschen Scheine dienen als Beispiel; für Crews aus Österreich, der Schweiz oder anderen Ländern gelten die jeweils anerkannten nationalen Nachweise – eine kurze Anfrage genügt, dann lassen sich die Anforderungen individuell klären.


Einreise, Währung und Sprache

Griechenland ist EU- und Schengen-Mitglied; die Währung ist der Euro. Für die Einreise genügt Staatsbürgern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ein gültiger Personalausweis oder Reisepass. Amtssprache ist Griechisch, in den Charterrevieren ist Englisch weit verbreitet, vielerorts auch Deutsch. Bezahlt wird zunehmend bargeldlos, in kleineren Inselhäfen und Tavernen ist Bargeld aber weiterhin nützlich.


Bestimmungen vor Ort

An Bord ist eine gültige Crewliste mitzuführen, und es gelten die üblichen Sicherheitsbestimmungen. Reviertypische Regeln wie Ankerverbote in Schutzgebieten – etwa im Meeresnationalpark rund um Alonnisos in den Sporaden – gehören zum Grundwissen vor dem Törn. Da sich solche Bestimmungen ändern können, empfiehlt es sich, vor dem Törn den aktuellen Stand zu prüfen; die Verantwortung für die Einhaltung vor Ort liegt beim Skipper.


Häufige Fragen (FAQ)

Skipper und Co-Skipper benötigen einen anerkannten Befähigungsnachweis, meist Sportküstenschifferschein (SKS) oder Sportbootführerschein See (SBF See), für internationale Crews auch das ICC. Ein Funkzeugnis wird empfohlen und teils von Vercharterern verlangt. Crews aus Österreich, der Schweiz oder anderen Ländern weisen die jeweils anerkannten nationalen Scheine vor; die Details lassen sich individuell klären. Originaldokumente mitführen.

Griechenland ist EU-Mitglied, die Währung ist der Euro. In größeren Häfen wird zunehmend bargeldlos bezahlt; für kleine Inselhäfen und Tavernen ist Bargeld weiterhin nützlich.

Mai, Juni, September und Oktober bieten Urlaub mit weniger Touristen, angenehmen Temperaturen und – in der Ägäis – moderaterem Wind als im Hochsommer. Juli und August bieten das wärmste Wasser und die lebhafteste Atmosphäre, sind aber voller und in der Ägäis am windigsten. Die Saison reicht von April bis Oktober.

Für Einsteiger und Familien eignen sich die Ionischen Inseln, der Saronische Golf und die Sporaden mit ihren moderaten Winden und kurzen Distanzen besonders gut. Die Kykladen und der Dodekanes sind wegen des kräftigen Meltemi eher für erfahrene Crews zu empfehlen.

Der Meltemi ist ein kräftiger, trockener Nordwind, der im Hochsommer über der Ägäis weht und oft mehrere Tage konstant anhält. In den Kykladen und im Dodekanes kann er hohe Windstärken erreichen und macht diese Reviere anspruchsvoller; das Ionische Meer im Westen ist davon kaum betroffen.

Fazit

Griechenland ist das Revier der Vielfalt: grüne, geschützte Inselwelten für Einsteiger und Familien im Ionischen Meer, im Saronischen Golf und in den Sporaden, dazu die weiten, windreichen Ägäis-Törns der Kykladen und des Dodekanes für erfahrene Crews. Ergänzt um antike Kultur, Hafentavernen und eine lange Saison ergibt sich ein Revier, das für nahezu jeden Anspruch die passende Region bereithält – und zu dem viele Crews Jahr für Jahr zurückkehren.