Mitteldalmatien
Mitteldalmatien rund um Split ist eines der beliebtesten Charterreviere der Adria – mit der größten Charterflotte des Landes, berühmten Inseln wie Hvar, Brač und Vis und kurzen Wegen zwischen den Zielen. Der Überblick zu Marinas, Inseln, Wind und bester Reisezeit.
Mitteldalmatien erstreckt sich rund um die Hafenstadt Split, das Zentrum des kroatischen Charterns. Von hier und den benachbarten Basen Trogir, Kaštela und Šibenik aus erreicht man in kurzen Schlägen einige der bekanntesten Inseln der Adria: Brač mit dem Goldenen Horn, das mondäne Hvar, das ursprüngliche Vis und viele mehr. Die gute Erreichbarkeit über den Flughafen Split und die dichte Infrastruktur machen die Region zu einem der meistgewählten Ausgangspunkte überhaupt.
Diese Seite bündelt das Wichtigste über das Revier und verweist auf die weiterführenden Detailseiten zu den einzelnen Häfen.

Das Revier auf einen Blick
- Lage: mittlere Adriaküste rund um Split, von Šibenik im Norden bis zur Halbinsel Pelješac im Süden
- Wichtigste Charterbasen: Split, Trogir, Kaštela, Šibenik, Primošten und Rogoznica, dazu Skradin (ACI Marina) als Tor zum Nationalpark Krka
- Inseln: Brač, Hvar, Vis, Šolta und Korčula, dazu die Pakleni-Inseln und kleinere wie Šćedro
- Charakter: die größte Charterflotte Kroatiens, berühmte Inseln, kurze bis mittlere Etappen, lebhafte Häfen
- Wind: im Sommer Nord- bis Nordwestwind von 3–5 Bft; verlässlicher Kanalwind etwa im Korčula-Kanal
- Beste Reisezeit: Mai, Juni, September und Oktober mit weniger Touristen; Juli/August für lebendige Atmosphäre und warmes Wasser
- Anreise: internationaler Flughafen Split, sehr gut aus dem deutschsprachigen Raum angebunden
Warum Mitteldalmatien?

Mitteldalmatien ist für viele der Inbegriff des Kroatien-Törns. Der Hauptgrund ist die Kombination aus erstklassiger Infrastruktur und berühmten Zielen: In Split, Trogir und Kaštela liegen die größte Charterflotten des Landes, der Flughafen Split ist gut angebunden, und die Versorgung vor Ort ist umfassend. Wer zum ersten Mal in Kroatien chartert, findet hier einen besonders bequemen Einstieg.
Dazu kommen die Inseln. Kaum ein anderes Revier vereint so viele bekannte Namen auf engem Raum: das mondäne Hvar, Brač mit dem berühmten Strand Zlatni Rat, das ursprüngliche Vis und das mittelalterliche Korčula. Die Distanzen sind überschaubar, sodass sich auch in einer Woche viel erleben lässt – von quirligen Hafenstädten bis zu stillen Ankerbuchten.
Ein praktischer Hinweis: Gerade die beliebtesten Häfen wie Hvar füllen sich im Hochsommer früh. Wer zeitig ablegt und am frühen Nachmittag ankommt – oder auf ruhigere Ausweichplätze wie die Pakleni-Inseln setzt – segelt entspannter.
Revierhighlights im Überblick:
Hvar
Die wohl bekannteste Insel der Region, oft als „St. Tropez der Adria“ bezeichnet, mit lebhaftem Nachtleben, einer schönen Altstadt und einer Festung über dem Hafen. Der Stadthafen ist im Sommer schnell überfüllt – gegenüber bieten die Pakleni-Inseln mit der ACI Marina Palmižana ruhigere Ankerplätze in Pinienbuchten.

Split
Die zweitgrößte Stadt Kroatiens und das Zentrum Mitteldalmatiens, bekannt für den Diokletianpalast im Herzen der Altstadt. Split bietet mehrere Marinas, viele Charterfirmen und umfassende Versorgung – ein klassischer Ausgangspunkt.


Trogir
Die mittelalterliche Inselstadt mit ihrer sehenswerten Kathedrale liegt nur wenige Seemeilen westlich von Split, nahe dem Flughafen. Trogir ist eine sehr beliebte Charterbasis mit guter Anbindung.

Vis
Die abgelegenste bewohnte Insel Kroatiens war bis 1989 militärisches Sperrgebiet und hat sich dadurch eine besondere Ursprünglichkeit bewahrt. Anlegen kann man in Vis-Stadt und in Komiža; vorgelagert lockt die Blaue Grotte auf der kleinen Insel Biševo.
Der Nationalpark Krka
Das maritime Tor zum Nationalpark Krka ist Skradin, am Ende einer mehrere Seemeilen langen Flussfahrt durch den Kanal von Šibenik und den Süßwassersee Prokljansko jezero gelegen. Auf einer Fläche von rund 109 Quadratkilometern stürzt der Fluss Krka über mehrere Kaskaden in die Tiefe – bekanntester und meistbesuchter ist der Skradinski Buk. Von der ACI Marina Skradin aus, dem letzten für Segelboote befahrbaren Punkt, geht es mit den offiziellen Ausflugsbooten des Parks weiter.

Wissenswertes zum Nationalpark Krka
- Eintritt: saisonal gestaffelt – Sommerhochsaison (Juni–September) rund 40 € pro Person, Frühling/Herbst rund 20 €, Winter rund 7 €
- Baden: Seit dem 1. Januar 2021 ist Baden am Skradinski Buk aus Naturschutzgründen untersagt
- Anreise per Boot: Skradin ist der letzte Punkt, den man auf eigenem Kiel erreichen darf; weiter flussaufwärts geht es nur mit den offiziellen Ausflugsbooten des Parks – die Fahrt ist im Eintritt enthalten
- Zusatzziel: Per Ausflugsboot ist von dort auch die Klosterinsel Visovac mit ihrem Franziskanerkloster erreichbar

Die Inseln und Ankerbuchten
Brač, die drittgrößte Insel der Adria, ist vor allem für den Strand Zlatni Rat (Goldenes Horn) bei Bol bekannt und besitzt eine reich gegliederte Küste mit vielen Buchten; die Marina in Milna am Ende einer fjordartigen Bucht ist ein geschützter Anlaufpunkt. Nur eine kurze Überfahrt entfernt liegt Hvar mit seinem lebhaften Nachtleben und der Festung über dem Hafen – wer es ruhiger mag, findet in den vorgelagerten Pakleni-Inseln mit der ACI Marina Palmižana stille Ankerplätze in Pinienbuchten.
Die abgelegenste bewohnte Insel Kroatiens, Vis, war bis 1989 militärisches Sperrgebiet und hat sich dadurch eine besondere Ursprünglichkeit bewahrt. Anlegen kann man in Vis-Stadt und in Komiža; vorgelagert lockt die Blaue Grotte auf der kleinen Insel Biševo.
Korčula im Süden der Region gilt mit seiner gut erhaltenen mittelalterlichen Altstadt als „Klein-Dubrovnik“; der vorgelagerte Korčula-Kanal ist für seinen verlässlichen Wind bekannt. Deutlich ruhiger und weniger überlaufen ist Šolta direkt vor Split – ein guter erster oder letzter Stopp eines Törns.

Wind und beste Reisezeit
Im Sommer weht der Wind in Mitteldalmatien überwiegend aus Nord bis Nordwest mit Stärke 3 bis 5 – angenehme Bedingungen für entspanntes Segeln. Tagsüber dominiert der thermische Seewind, der sich am Nachmittag aufbaut. Eine Besonderheit ist der Korčula-Kanal, der für seinen verlässlichen Wind geschätzt wird und schöne Segelschläge ermöglicht.
Die Starkwinde der Adria – die Bora aus Nordost und der Jugo aus Südost – treten im Hochsommer seltener auf, gehören in Vor- und Nachsaison aber zum Revier und sollten im Wetterbericht beachtet werden. Insgesamt gilt Mitteldalmatien als gut ausgebautes, verlässliches Revier mit dichtem Netz aus Häfen, Marinas und Ankerbuchten.
Mitteldalmatien hat eine lange Saison von April bis Oktober. Mai, Juni, September und Oktober bieten weniger Touristen und angenehme Temperaturen; das Wasser ist im Frühjahr noch kühl, im Herbst angenehm warm. Juli und August sind Hochsaison mit dem wärmsten Wasser und der lebhaftesten Atmosphäre – besonders auf Hvar – dafür vollen Häfen. Wer die beliebten Ziele in der Hauptsaison ansteuert, sollte früh anlegen oder ruhigere Ausweichplätze einplanen.
Marinas und beliebte Anlaufpunkte im Porträt
Split, die zweitgrößte Stadt Kroatiens, ist mit mehreren Marinas und der größten Zahl an Charterfirmen des Landes das unangefochtene Zentrum der Region; die Altstadt mit dem Diokletianpalast lohnt einen eigenen Landgang. Nur wenige Seemeilen westlich liegt Trogir, eine mittelalterliche Inselstadt mit sehenswerter Kathedrale und guter Anbindung an den nahen Flughafen – dazu die große Marina Baotić im Nachbarort Seget Donji. Zwischen Split und Trogir liegt Kaštela mit einer der größten Marinas Kroatiens, praktisch für eine zentrale Startbasis.
Nördlich von Split liegt Šibenik, vom Meer durch einen markanten Kanal getrennt und Ausgangspunkt für Törns zur Krka und nach Skradin. Das malerische Primošten auf einer Halbinsel zwischen Šibenik und Split ist für seine Lage und die umliegenden Weinberge bekannt; die Marina Kremik bietet einen geschützten Liegeplatz.
Häufige Fragen (FAQ)
Fazit
Mitteldalmatien verbindet die beste Infrastruktur des Landes mit einer Dichte berühmter Inseln, die ihresgleichen sucht: Hvar, Brač, Vis und Korčula liegen nah beieinander, die Charterbasen rund um Split sind bequem erreichbar, und das Revier eignet sich für Einsteiger wie für erfahrene Crews. Genau diese Mischung macht die Region zum vielleicht klassischsten Kroatien-Törn überhaupt.
Hinweis: Angaben zu Bestimmungen, Marinas und Gebühren können sich jederzeit ändern und sind ohne Gewähr. Für die Einhaltung der vor Ort gültigen Vorschriften und Nationalpark-Regeln ist der Skipper selbst verantwortlich.
